Der Hirnforscher Gerald Hüter behauptet:

Was wir verändern müssen, ist die innere Einstellung oder auch Haltung – nicht das Verhalten!

Aber was ist der Unterschied? Eine Einstellung (das wovon unser Unbewusstes überzeugt ist) entsteht dadurch, dass man Erfahrungen immer wieder macht (z.B. Pawlowscher Reflex). Daraus lässt sich folgern, dass die eigene innere Einstellung, mit der wir durchs Leben gehen, durch günstige oder eben auch ungünstige Erfahrungen, z.B. in der Kindheit oder auch im bisherigen Berufsleben in der vorliegenden Form entstanden ist.

Und… jetzt kommt der Knackpunkt, eine Einstellung kann nicht kognitiv, d.h. durch theoretischen Input oder dadurch, dass man es sich vornimmt, verändert werden (Beispiel: Raucher). Um die innere Einstellung zu verändern, muss der emotionale Teil des Gehirns angesprochen werden. Es muss für den Menschen Sinn machen, man muss es wirklich wollen! Zu einer Veränderung der inneren Einstellung kann man einen Menschen nur einladen, ermutigen, inspirieren und ihn durch Begeisterung und Freude dazu ermutigen.

Aus diesem Grund sind z.B. meine Seminare in Form von Trainings aufgebaut, analog zum Sport geht es nur mit üben, üben, üben! Denn nur wenn man in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit erhält, ein anderes Verhalten auszuprobieren und zwar so oft bis man sich damit „sicher“ fühlt, kann dieses neu erlernte Verhalten das alte ersetzen und somit auch die innere Einstellung verändern.

Wie gelingt Frauen ein überzeugender Auftritt als Führungskraft, ohne dabei männliche Muster zu kopieren, wie es manche Ratgeber vorgeben? Coach Heidi Tiedemann rät, der Kraft der eigenen Persönlichkeit zu vertrauen.

Nennen wir sie Isabel: eine zierliche Frau, fröhlich, warmherzig und sehr zielstrebig. Neu in der Führungsmannschaft ihres Unternehmens und frisch vom Führungskräftetraining zurück, hat sie ihren ersten Auftritt vor den Kollegen, mehrheitlich Männern. Um sich Gehör zu verschaffen, steht sie auf – sie hat gelernt, das ist wirkungsvoller–, schaut den Anwesenden mit extra kühlem Blick in die Augen – das schüchtert ein und verschafft Respekt, wurde ihr beigebracht – und beginnt dann mit lauter, emotionsloser Stimme zu sprechen. Denn wer Gefühle zeigt, hat der Trainer auf dem Seminar eindringlich gewarnt, wird von Männern nicht ernst genommen.

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